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Wie die HNA heute berichtet, freut man sich jetzt, dass sich eine Firma auf dem Gewerbegebiet des alten Flugplatzes Kassel-Calden anbietet.
Die Firma Thielemann zieht von der Kasseler Nordstadt an den Flugplatz. Dieses Ereignis wird groß gefeiert und mit einer halben Seite in der HNA dargestellt. Grund für die Verlagerung ist die Nähe zum Wohnort des Unternehmers, der Maschinen, Werkzeuge und Betriebseinrichtungen herstellt.
"Also alles unheimlich flugplatzaffine Arbeitsplätze, und die Wirtschaftsförderung und Herr Hedderich von der Flughafen GmbH, der gleichzeitig auch in der Kämmerei der Stadt Kassel beschäftigt ist, freuen sich. Dabei investiert die Stadt Kassel viel Geld, um Unternehmen in der Nordstadt anzusiedeln, investiert in Lokale Ökonomie, bietet Beratung für Unternehmensgründer etc. an", kritisiert Karin Müller, die verkehrspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. Nach Ansicht der Grünen wird diese Arbeit konterkariert durch die Abwanderung zum Flugplatz. "Wahrlich kein Grund zur Freude und kein Grund für eine Jubelpresse".
"Die Investitionen in das Millionengrab Kassel-Calden werden nicht sinnvoller durch täglich neue Meldungen über Kleinstereignisse, die den Flugplatz rechtfertigen sollen", so Karin Müller.