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13. August 2010

Müller (Grüne): Chance im sanften Tourismus muss noch besser genutzt werden

"Der Landkreis hat ein riesiges Potenzial im Bereich des sanften Tourismus", so das Fazit der Landtagsabgeordneten Karin Müller nach ihrer diesjährigen Sommertour. Bei ihrer dreijährigen Radtour Richtung Helsa, Bad Emstal und Breuna hat Karin Müller vor allem Institutionen im Bereich Tourismus und den erneuerbare Energien besucht.

Während die erneuerbaren Energien sich hervorragend entwickeln und maßgeblich zum Abbau der Arbeitslosigkeit beigetragen haben, gibt es im Bereich Tourismus noch einiges zu tun. "Hier muss noch viel für eine Gesamtstrategie in der Region getan werden, aber auch einzelnen Maßnahmen sind notwendig, um das Potenzial im sanften Tourismus abzuschöpfen", so Müller.

Beim Radwegetest fiel vor allem eine schlechte Ausweisung der Radwege auf, insbesondere beim Fernradweg R4. Hier empfiehlt die grüne Abgeordnete sich an den aktuellen Anträgen von Stadt und Altkreis Kassel zur Beschilderung zu orientieren. Auch Schotterwege oder aber Streckenführungen auf viel befahren Straßen laden nicht dazu ein, die einzigartige Natur im Landkreis zu besuchen. Ebenfalls noch nachgebessert werden muss beim Angebot für Verleih- und Wechselstationen von E-Bikes, so gibt es zwischen dem Pedalwerk in Baunatal und Bad Arolsen keine weitere Anlaufstelle.

Die Grünen verweisen auf bundesweite Studien, die gerade im Wanderbereich und im Radtourismus große Wachstumschancen sehen und genau diese Gruppen lassen erheblich Geld in der Region. "Gerade hier sind die Kommunen und der Landkreis mehr denn je gefragt. Der Tourismus bietet eine einmalige Chance die Region zukunftsfähig aufzustellen. Die benötigten Mittel hierfür würden nur einen Bruchteil des Millionengrabes Kassel-Calden ausmachen, die Erfolgschancen sind jedoch um ein vielfaches höher", so Müller.